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	<title>Kulinarische Zeitreise</title>
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	<description>Geschichte(n) von gestern und vorgestern</description>
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		<title>Obatzt is!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 07:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
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		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Küche]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der Biergartensaison beginnt in Bayern auch die Saison des Obatzda oder Obatzden, man isst ihn zu Brezeln (Verzeihung: Brezn) und Bier. Dieser Imbiss gilt als echtes bajuwarisches Kulturgut, auch wenn es eigentlich nur alter K&#228;se ist – aber als &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/05/17/obatzt-is/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Mit der Biergartensaison beginnt in Bayern auch die Saison des Obatzda oder Obatzden, man isst ihn zu Brezeln (Verzeihung: <em>Brezn</em>) und Bier. Dieser Imbiss gilt als echtes bajuwarisches Kulturgut, auch wenn es eigentlich nur alter K&#228;se ist – aber als Preu&#223;in verstehe ich davon eh nichts, wird man mir vorhalten. Obatzda m&#252;sste eigentlich „Angebatzter“ geschrieben werden, was auf Hochdeutsch soviel wie „Angemachter“ oder auch „Zermatschter“ hei&#223;en soll, weil man in Bayern zu Matsch „Batz“ sagt. Der Name erkl&#228;rt sich selbst, wenn man sieht, wie f&#252;r den Obatzden reifer Weichk&#228;se mit einer Gabel zerdr&#252;ckt und mit Butter, Zwiebeln und diversen Gew&#252;rzen vermischt wird. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNS9QSUNUMzkzMy5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3924" title="PICT3933" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/PICT3933.jpg" alt="" width="500" height="310" /></a></span><span style="font-size: small;">Die Erfindung des heute &#252;blichen Rezepts und vielleicht auch des Namens wird Katharina Eisenreich zugeschrieben, die von 1920 bis 1958 Wirtin des Br&#228;ust&#252;berls in Weihenstephan bei Freising war, und die ihren kartenspielenden G&#228;sten zum Bier diese K&#228;secreme servierte, ehe es ihr andere Gasth&#228;user nachtaten. In Freising erz&#228;hlt man freilich auch noch eine andere Geschichte: „Die Geschichte des Obatzten beginnt in den 1920er Jahren … Damals lag eine Molkerei am Fu&#223; des Weihenstephaner Bergs. Die Arbeiter erhielten ihren Lohn zum Teil in Naturalien, also Milch, Butter und Camembert. K&#252;hlschr&#228;nke gab es damals noch nicht und der Camembert musste rasch verbraucht werden &#8230; Die Mengen waren recht gro&#223;z&#252;gig bemessen, so dass die Mitarbeiter einen Teil davon in einer Gastwirtschaft am Berg abgaben, mit der Bitte, die Wirtin m&#246;ge daraus etwas Schmackhaftes zum Wei&#223;bierfr&#252;hst&#252;ck zubereiten. So entstand durch einen Zufall und durch die Kreativit&#228;t des Kochs der Obatzte.“ (Quelle: <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5lc3lzLm9yZy9mcmVpc2luZy5kZS9PYmF0enRlci5odG1s">http://www.esys.org/freising.de/Obatzter.html</a>) Arbeitslohn in Form von Camembert – das w&#228;re wirklich etwas ganz Au&#223;ergew&#246;hnliches. Aber glauben kann man ja vieles. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Die ern&#252;chternde Wahrheit (aus bayerischer Sicht) ist, dass es andernorts schon vor 1920 einen angemachten K&#228;se gab, der sich gro&#223;er Beliebtheit erfreute, und das war der Liptauer, der seinen Namen der slowakischen Region Liptau verdankt, die vor 1918 zu Ungarn geh&#246;rte. Grundlage des Liptauer ist ein milder Frischk&#228;se aus Schafsmilch (Brimsen), der pur gegessen eigentlich nach gar nichts weiter schmeckt, weshalb er schon im 19. Jahrhundert „angemacht“ wurde. Die Wiener Habs/Rosner schreiben anno 1894: „Die Genu&#223;form ist eine eigent&#252;mliche: Man knetet n&#228;mlich den K&#228;se mit Butter, Salz, K&#252;mmel, Paprika und Zwiebeln respektive frischem Schnittlauch zu einem Teig, der, wie Butter auf das Brot gestrichen, Appetitbissen liefert, die an W&#252;rze und Wirkung nichts zu w&#252;nschen &#252;brig lassen.“ Katharina Prato nannte dieses Rezept „Bierk&#228;se“, weil sie noch etwas Bier dazugab. Man ersetze den Schafsk&#228;se einfach durch Camembert oder Brie und simsalabim – schon  hat man Obatzden! </span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNS9QSUNUMzkyNy5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3932" title="PICT3927" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/PICT3927.jpg" alt="" width="347" height="277" /></a><br />
</span></span></p>
<h3>Rezept: Obatzda</h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Zutaten f&#252;r 4 Portionen: </strong>400 g reifer Brie oder Camembert, 1 kleine Zwiebel, 2 EL weiche Butter, 3 EL Frischk&#228;se oder Quark, 1 EL Bier, 1 TL Paprikapulver, 1 TL gemahlener K&#252;mmel, ½ Bund Schnittlauch, Salz, wei&#223;er Pfeffer. <strong>Zubereitung:</strong> Die Zwiebel halbieren, die eine H&#228;lfte fein w&#252;rfeln, die andere in Ringe schneiden. Den Brie oder Camembert mit der Gabel zerdr&#252;cken, die Butter, Frischk&#228;se/Quark und das Bier zugeben und alles gut vermengen. Die Zwiebelw&#252;rfel unterr&#252;hren und die Masse mit Paprikapulver, K&#252;mmel, Pfeffer und Salz pikant w&#252;rzen. Dann den Obazden etwa eine Stunde in den K&#252;hlschrank stellen. Vor dem Servieren den Schnittlauch waschen und hacken und den K&#228;se mit Zwiebelringen und Schnittlauchr&#246;llchen anrichten.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Quelle: Staatliches Hofbr&#228;uhaus M&#252;nchen, Das Hofbr&#228;uhaus-Kochbuch, M&#252;nchen 2006 </strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>&#196;hnliche Artikel</strong>: <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDExLzA3LzEzL3dpZS1kaWUtbGltb25hZGUtaW5zLWJpZXIta2FtLw==">Wie die Limonade ins Bier kam</a></span></span></p>
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		<title>Die Kochkunst der Katharina Schratt</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 08:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Name Katharina Schratt ist &#214;sterreichern ein Begriff – die Schauspielerin war die langj&#228;hrige Vertraute und „Seelenfreundin“ seiner Majest&#228;t Kaiser Franz Joseph I. und vermutlich auch seine Geliebte. Regelm&#228;&#223;ig pflegte er bei ihr sein zweites Fr&#252;hst&#252;ck einzunehmen, bei dem stets &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/05/10/die-kochkunst-der-katharina-schratt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Der Name Katharina Schratt ist &#214;sterreichern ein Begriff – die Schauspielerin war die langj&#228;hrige Vertraute und „Seelenfreundin“ seiner Majest&#228;t Kaiser Franz Joseph I. und vermutlich auch seine Geliebte. Regelm&#228;&#223;ig pflegte er bei ihr sein zweites Fr&#252;hst&#252;ck einzunehmen, bei dem stets ein frisch gebackener Gugelhupf auf dem Tisch stand. &#220;ber ihre Rezepte habe ich <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDEwLzAzLzAzL2RpZS1zY2htYW5rZXJsbi1kZXIta2F0aGFyaW5hLXNjaHJhdHQv">hier im Blog</a> schon einmal geschrieben. Jetzt ist auch das private Kochbuch ihrer Mutter Katharina aufgetaucht, von Henriette Povse sorgf&#228;ltig abgeschrieben und mit Informationen &#252;ber die Familie Schratt und das Leben zur Biedermeierzeit erg&#228;nzt worden. Im Hintergrund steht dabei nat&#252;rlich auch die Frage: Hat die Tochter sp&#228;ter so gekocht, wie sie es von ihrer Mutter kannte?</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNS9Lb2NoYnVjaC1TY2hyYXR0LUNvdmVyLmpwZw=="><img class="alignleft size-medium wp-image-3906" title="Kochbuch Schratt Cover" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Kochbuch-Schratt-Cover-207x300.jpg" alt="" width="207" height="300" /></a>Katharina Wallner, die Tochter eines Badener Gastwirts, begann ihr Kochbuch 1844 im Alter von 19 Jahren, vermutlich als Vorbereitung auf ihre Ehe mit dem deutlich &#228;lteren Kaufmann Anton Schratt, den sie ein Jahr sp&#228;ter heiratete. Wahrscheinlich hat sie sich die Rezepte von ihrer Mutter oder auch anderen Verwandten diktieren lassen, denn sie folgt ortografisch strikt dem Motto „schreib wie du sprichst“, weshalb es bei ihr „Sch&#252;nkenflecke“ und „Hechtenbuddin“ gibt; sie schrieb sich auch die praktischen Ratschl&#228;ge auf wie „Tauch dier die H&#228;nde in Mehl ein, da&#223; dir der Teig nicht an die H&#228;nde anbickt“. Insgesamt 123 Rezepte hat sie notiert und viele davon in sp&#228;teren Jahren wohl auch gekocht. Die Zusammenstellung zeigt, dass die gehobene b&#252;rgerliche K&#252;che auch in &#214;sterreich damals vor allem franz&#246;sisch war – diese Vorliebe hat Kathi Schratt junior auf jeden Fall &#252;bernommen, zum Leidwesen des Kaisers.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Daneben gibt es auch eine Reihe regionaler Gerichte wie Dampfnudeln, Milchrahmstrudel, Hirnbofesen, Esterhaszy-Rostbraten, Nockerl oder Leberkn&#246;del. Auffallend ist, dass das Kochbuch weder ein Rezept f&#252;r Gulasch noch eines f&#252;r Wiener Schnitzel enth&#228;lt – entweder kannte man diese Gerichte anno 1844 im Hause Schratt noch nicht oder man hielt sie f&#252;r nicht fein genug. Das Schnitzel wurde damals auf jeden Fall schon in Wien gegessen, das musste Radetzky nicht erst Jahre sp&#228;ter in Mailand entdecken. Einige der alten Rezepte wurden von Profikoch Manfred Ronge angepasst und modernisiert, so dass sie nachgekocht werden k&#246;nnen.</span></span></p>
<h3>Der Schratt-Gugelhupf</h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Und was ist mit dem ber&#252;hmten Gugelhupf der Schratt, den der Kaiser so sch&#228;tzte? Hatte sie das Rezept daf&#252;r von ihrer Mutter? Ihr Kochbuch enth&#228;lt gleich zwei Guglhupf-Rezepte, einen „feinen“ und einen „sehr guten“: „Man treibt ½ lb (Pfund) Rindsschmalz sehr pflaumig ab. Also hat man gerichtet 2 lb (Pfund) gesiebtes feines Mehl und 12 Eier. Man gibt dann in das abgetriebene Schmalz etwas Zucker und Salz und Lemonisch&#228;ller (Zitronenschale), 1 ganzes Ei und einen Dotter, 3 E&#223;l&#246;ffel voll Mehl. Das gibt man auf einmal hinein, verr&#252;hrt es sehr gut und f&#228;hrt so fort, bis die 12 Eier und das Mehl gar (= aufgebraucht) ist. Dann mischt man 2 L&#246;ffel etwas gute Germ (= Hefe) mit einem halben Seidel (2 dl) Obers (= Sahne), geh&#246;rig Weinbeerl und Zibeben (= Rosinen) unter die Massa. Also hat man sich schon die Form ausgeschmiert, ihn (= sie) mit Mehl bestaubt und mit … Mandeln ausgelegt … man … l&#228;sst ihn gehen … Man muss sehr vorsichtig sein beim Bachen und ihn ziemlich g&#228;h (= bei starker Hitze) bachen.“ Katharinas Mutter nahm also noch keine Butter und kaum Zucker – der Kuchen h&#228;tte dem Kaiser vermutlich nicht besonders gemundet, trotz der zw&#246;lf Eier. Das Gugelhupf-Rezept der Tochter war denn auch ein anderes, es stammte laut Eintrag in ihrem eigenen Kochbuch von „Tante Palik“.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Henriette Povse: <strong>Das Kochbuch der Familie Schratt. Kulinarische Geschichten aus Baden,</strong> Sutton Verlag, Erfurt 2012; 127 Seiten (18,95 €)</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3911" class="wp-caption aligncenter" style="width: 298px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNS9QSUNUMzg5Mi5qcGc="><img class="size-full wp-image-3911  " title="PICT3892" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/PICT3892.jpg" alt="" width="288" height="341" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Bascha Batorska, Es hat ihm sehr geschmeckt. Aus der K&#252;che und dem Leben der Katharina Schratt</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Fooling around &#8230; Erdbeer-Rhabarber-Fool</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 07:47:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
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		<category><![CDATA[Englische Küche]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Fool ist eigentlich ein Narr; wenn man in England jemanden am 1. April hereinlegt, ist das Opfer der „April Fool“. Ein Fruit Fool ist aber etwas v&#246;llig anderes, n&#228;mlich ein uraltes britisches Dessert, ein k&#246;stliches Gemisch aus Fruchtp&#252;ree oder &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/05/03/fooling-around-erdbeer-rhabarber-fool/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Georgia,serif;">Ein Fool ist eigentlich ein Narr; wenn man in England jemanden am 1. April hereinlegt, ist das Opfer der „April Fool“. Ein </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><em>Fruit Fool</em></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> ist aber etwas v&#246;llig anderes, n&#228;mlich ein uraltes britisches Dessert, ein k&#246;stliches Gemisch aus Fruchtp&#252;ree oder Kompott und geschlagener Sahne bzw. Vanillecreme. Es ist ein Vorl&#228;ufer des ebenfalls sehr beliebten <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDExLzA4LzE3L3RyaWZsZS1kYXMtZW5nbGlzY2hlLW5hdGlvbmFsZGVzc2VydC8=">Trifle</a> und auch von <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDEwLzA3LzA0L2V0b24tbWVzcy8=">Eton Mess</a>, einem meiner Lieblingsdesserts. Und weil ein Fool wunderbar fluffig ist, ist es mein Beitrag f&#252;r <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2tvY2h0b3BmLnR3b2RheS5uZXQvc3Rvcmllcy83LWphaHJlLWJsb2ctZXZlbnQtc2NoYXVtaWctbHVmdGln">Zorras</a> Jubil&#228;umsevent „Schaumig und luftig“.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNS9QSUNUMzg2Ni5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3891" title="PICT3866" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/PICT3866.jpg" alt="" width="353" height="248" /></a><br />
</span></span></p>
<h3>Fool &#8211; ein n&#228;rrisches Dessert?</h3>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Georgia,serif;">Schon William Shakespeare (1564-1616) erw&#228;hnt in seinen St&#252;cken eine Nachspeise namens Fool, was beweist, dass sie wirklich sehr alt ist. Warum eine S&#252;&#223;speise so hei&#223;t, ist unklar. Oft wird der Name von dem altfranz&#246;sischen Wort </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><em>fouler</em></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> hergeleitet, was soviel wie „zerdr&#252;cken“ bedeutet, was sich auf das Obst beziehen soll. Allerdings kannte man fr&#252;her auch Fools, die nur aus einer Creme bestanden und gar keine Fr&#252;chte enthielten, zudem wurde das Obst fr&#252;her zu Mus gekocht und nicht roh zerquetscht. In einem W&#246;rterbuch aus dem Jahr 1598 steht „a kinde of clouted cream, called a foole or a trifle“ &#8211; es ging also um eine aufgeschlagene Creme. In einem anderen Werk von 1688 hei&#223;t es: „Foole ist eine Art Custard (= Vanillecreme), aber dicker, wird aus Sahne, Eigelb, Zimt und Macisbl&#252;te zubereitet und auf kleinen St&#252;cken (Toast) serviert, bestreut mit zerkleinerten Datteln und Zucker“. (Quelle: <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50aGVvbGRmb29kaWUuY29tLzIwMDkvMDQvZm9vZC1mb3ItZm9vbHMtZGF5Lmh0bWw=">http://www.theoldfoodie.com/2009/04/food-for-fools-day.html</a>) Da Fool und Trifle damals noch Synonyme waren, m&#252;ssten auch die Namen eine &#228;hnliche Bedeutung haben. Trifle ist eine Kleinigkeit, folglich m&#252;sste mit Fool etwas wie eine kleine Spielerei gemeint sein. </span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNS9UcmlmbGUtTXJzLi1CZWV0b24yLmpwZw=="><img class="aligncenter size-full wp-image-3897" title="Trifle Mrs. Beeton2" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Trifle-Mrs.-Beeton2.jpg" alt="" width="280" height="431" /></a><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Die englischen Fruit Fools wurden seit dem 17. Jahrhundert vorzugsweise mit Stachelbeeren oder Rhabarber zubereitet, im 18. Jahrhundert wurden dann auch Himbeeren und Erdbeeren popul&#228;r. Die Sahne wurde lange Zeit nur schaumig ger&#252;hrt oder aufgekocht, denn vor der Verbreitung der Gabel im 17. Jahrhundert war es extrem m&#252;hsam, Sahne oder auch Eiwei&#223; aufzuschlagen; in herrschaftlichen Haushalten nahm man daf&#252;r Weidenruten. Die norddeutsche <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDA5LzA4LzA1L3JvdGUtZ3J1dHplLw==">Rote Gr&#252;tze</a> hat gewisse &#196;hnlichkeit mit einem Fool, allerdings nahm daf&#252;r fr&#252;her nur den Saft und nicht die ganzen Fr&#252;chte.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Hier ein Rezept f&#252;r Stachelbeer-Fool aus dem 18. Jahrhundert:</span></span></p>
<blockquote><p><strong><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Br&#252;he 2 kg Stachelbeeren ab, bis sie weich sind, passiere sie mit einem L&#246;ffel durch ein Haarsieb und s&#252;&#223;e das Fruchtmus. Wenn es abgek&#252;hlt ist, vermische es mit etwas d&#252;nner Sahne oder Milch, bis es glatt ist, dann gib dicke Sahne hinzu, vermische es gr&#252;ndlich und gib es zu Tisch.</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">(Quelle: <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3RoZWhpc3RvcmljZm9vZGllLndvcmRwcmVzcy5jb20vMjAxMS8wNi8yNC8yMDAv">http://thehistoricfoodie.wordpress.com/2011/06/24/200/</a>)</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNS9QSUNUMzg1Mi5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3894" title="PICT3852" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/PICT3852.jpg" alt="" width="346" height="283" /></a><br />
</span></span></p>
</blockquote>
<h3>Rezept: Erdbeer-Rhabarber-Fool</h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Ich habe in mein Rhabarber-Fool nicht nur Erdbeeren gemischt, sondern auch noch ein paar Baisers untergemogelt, so dass es eigentlich Eton Mess ist, aber zum Gl&#252;ck merkt das ja niemand …</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Zutaten f&#252;r 4 bis 6 Portionen:</strong> 500 g Rhabarber, 250 g Erdbeeren (frisch oder TK), Zucker, 200 ml Schlagsahne, evtl. Baisers (Meringues). <strong>Zubereitung:</strong> Rhabarber waschen und in St&#252;cke schneiden, mit etwa 100 ml Wasser und ein paar EL Zucker in einen Topf geben und gut f&#252;nf Minuten k&#246;cheln, bis er zerf&#228;llt; kurz vorher die geviertelten oder halbierten Erdbeeren zugeben. Abk&#252;hlen lassen und im K&#252;hlschrank kalt stellen. Kurz vor dem Anrichten die Sahne nicht ganz steif schlagen, eventuell einige Baisers zerkleinern und unterheben, dann das Kompott vorsichtig untermischen, aber nicht vollst&#228;ndig mit der Sahne verr&#252;hren (obwohl man das fr&#252;her getan hat), so dass eine marmorierte Creme entsteht. </span></span></p>
<p><a title=\"7 Jahre Blog-Event - schaumig &amp; luftig! (Einsendeschluss 15. Mai 2012)\" href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2tvY2h0b3BmLnR3b2RheS5uZXQvc3Rvcmllcy83LWphaHJlLWJsb2ctZXZlbnQtc2NoYXVtaWctbHVmdGln"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7203/7095978937_995bbffe2b_b.jpg" alt="7 Jahre Blog-Event - schaumig &amp; luftig! (Einsendeschluss 15. Mai 2012)" width="400" height="89" /></a></p>
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		<title>Die Erfindung der Erbswurst</title>
		<link>http://petrafoede.de/blog/2012/04/25/die-erfindung-der-erbswurst/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 07:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Erbsen]]></category>
		<category><![CDATA[Suppe]]></category>
		<category><![CDATA[Wurst]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 145 Jahren erfand der Berliner Koch und Konservenfabrikant Johann Heinrich Gr&#252;neberg (1819-1872) eine Wurst, die kaum Fleisch, daf&#252;r aber jede Menge H&#252;lsenfr&#252;chte enthielt: die Erbswurst. Aufgegossen mit hei&#223;em Wasser entsteht daraus eine Erbsensuppe. Das war quasi die Erfindung der &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/04/25/die-erfindung-der-erbswurst/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Vor 145 Jahren erfand der Berliner Koch und Konservenfabrikant Johann Heinrich Gr&#252;neberg (1819-1872) eine Wurst, die kaum Fleisch, daf&#252;r aber jede Menge H&#252;lsenfr&#252;chte enthielt: die Erbswurst. Aufgegossen mit hei&#223;em Wasser entsteht daraus eine Erbsensuppe. Das war quasi die Erfindung der T&#252;tensuppe, wenn auch noch ohne T&#252;te. Ob Gr&#252;neberg bei seiner Erfindung eher an Hausfrauen oder an Soldaten gedacht hat, ist ungewiss, aber der preu&#223;ische Staat dachte garantiert nur an Letztere, als er Gr&#252;neberg  die Rezeptur angeblich f&#252;r die stolze Summe von 35.000 Talern abkaufte. Im Krieg gegen Frankreich 1870/71 hatten deutsche Soldaten f&#252;r den Fall der F&#228;lle dann stets eine Erbswurst im Marschgep&#228;ck. Dass sie sich &#252;berwiegend von dieser Suppe ern&#228;hrt haben, ist allerdings ein Legende.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3873" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9FcmJzd3Vyc3QtRm90by1SYWluZXIuanBn"><img class="size-full wp-image-3873  " title="Erbswurst Foto Rainer" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Erbswurst-Foto-Rainer.jpg" alt="" width="432" height="256" /></a><p class="wp-caption-text">Gelbe Erbswurst. Foto: Rainer Zenz</p></div>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Die Erbswurst gibt es immer noch, seit 1889 hergestellt von der Firma Knorr, wenn auch nicht mehr abgef&#252;llt in Naturd&#228;rme wie im 19. Jahrhundert. &#220;ber die Erfindung Gr&#252;nebergs wurde schon 1870 in der heimischen Presse ausgiebig berichtet, zum Beispiel in der <em>Deutschen Industrie-Zeitung</em>: „Unter den eigent&#252;mlichen Sch&#246;pfungen, welche der Krieg in Berlin hervorgerufen hat, befindet sich auch eine grosse Wurstfabrik, wie sie in der Welt noch nicht zum zweiten Male besteht … Ein Berliner Koch namens Gr&#252;nberg hat n&#228;mlich sogenannte Erbswurst erfunden, und sein Geheimnis dem Kriegsministerium … verkauft. Richtiger gesagt ist das Fabrikat nicht eine Erbswurst, sondern ein vollst&#228;ndiges Erbsengericht, in einen Darm gef&#252;llt, getrocknet und dauerhaft gemacht … Die errichtete Wurstfabrik besch&#228;ftigt ein Arbeiterpersonal von nicht weniger als 1200 Personen, von denen 20 K&#246;che … an 40 Wurstbrei-Kesseln die Masse bereiten, die von 150 Wurstspritzen, von je einem Arbeiter bedient, in die D&#228;rme getrieben wird. Verarbeitet werden t&#228;glich 225 Centner Speck, 450 Centner Erbsmehl, 28 Scheffel Zwiebeln, 32 S&#228;cke Salz à 125 Pfund … Der Soldat braucht die Wurst (1 Pfund) nur in seinen Feldkessel zu legen und das Wasser siedend zu machen, so ist er fertig und hat genug daran.“</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9QSUNUMzg0OC5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3876" title="PICT3848" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/PICT3848.jpg" alt="" width="403" height="329" /></a><br />
</span></p>
<h3>Besuch in der Erbswurstfabrik</h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Die Berliner Erbswurstfabrik, die von Gr&#252;neberg pers&#246;nlich geleitet wurde, scheint 1870/71 das Exkursionsziel zahlreicher Journalisten gewesen zu sein; an die M&#246;glichkeit von Industriespionage scheint damals noch niemand gedacht zu haben. Zu den neugierigen Besuchern geh&#246;rte damals auch die Berliner Salondame Hildegard Freifrau von Spitzemberg (1843-1914), eine gro&#223;e Verehrerin Bismarcks. In ihrem Tagebuch schilderte sie den Besuch in der Fabrik: „Am Nachmittag fuhr ich mit Carl nach der Kurf&#252;rstenstra&#223;e, wo die gro&#223;e Fabrik f&#252;r Armeepr&#228;serven errichtet ist, welche unter der Leitung des Koches Gr&#252;neberg … jetzt f&#252;r die gesamte Armee Lebensmittel einmacht. Ein Spezifikum ist die dort gemachte Erbswurst, schuhlange W&#252;rste, bestehend aus in Fett gekochtem Erbsmehl mit gehacktem Speck, Schweinefleisch, viel Zwiebel und Pfeffer; ein dem Manne patentiertes Geheimmittel, ,lupus&#8217;, macht, da&#223; die Wurst nach 24-st&#252;ndigem Trocknen steinhart und unverderblich wird und nur des Kochens in Kaltwasser bedarf, um sich zur schmackhaften Suppe aufzul&#246;sen. Au&#223;erdem aber werden zahllose Filets, Roastbeefs, Siedefleisch mit Bouillon und Gem&#252;se, besonders aber Gulaschfleisch in Blechb&#252;chsen eingemacht … In Nebenr&#228;umen befinden sich die kolossalen Erbsmehllager … Gr&#252;neberg selbst f&#252;hrte uns umher und gegen einen Betrag in die Sammelb&#252;chse eroberten wir drei Erbsw&#252;rste. Zwei davon sollen die Taubes erhalten, die dringend um eine baten, die dritte schicke ich dem Vater als Kuriosit&#228;t.“ </span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9FcmJzd3Vyc3QtQW56ZWlnZS5wbmc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3880" title="Erbswurst Anzeige" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Erbswurst-Anzeige.png" alt="" width="302" height="214" /></a><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Offenbar konnten sich die Besucher damals nicht vorstellen, dass die Erbswurst sie selbst lange &#252;berdauern und noch ihren Urenkeln vorgesetzt werden w&#252;rde. Dass Erfinder Gr&#252;neberg 1870 die fantastische Summe von 35.000 Talern erhalten hat, darf &#252;brigens bezweifelt werden, das w&#252;rde n&#228;mlich der Kaufkraft von heute fast 900.000 Euro entsprochen – damit h&#228;tte er sich wohl zur Ruhe gesetzt. </span></span></p>
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		<title>Das letzte Dinner auf der Titanic</title>
		<link>http://petrafoede.de/blog/2012/04/17/das-letzte-dinner-auf-der-titanic/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 08:13:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches Menü]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Sorbet]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast auf den Tag genau vor hundert Jahren geschah etwas, das vorher niemand f&#252;r m&#246;glich gehalten h&#228;tte: Die „unsinkbare“ Titanic, ein gigantisches Luxusschiff, kollidierte auf ihrer Jungfernfahrt am 14. April gegen 23.40 Uhr Ortszeit mitten auf dem Nordatlantik mit einem &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/04/17/das-letzte-dinner-auf-der-titanic/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Fast auf den Tag genau vor hundert Jahren geschah etwas, das vorher niemand f&#252;r m&#246;glich gehalten h&#228;tte: Die „unsinkbare“ Titanic, ein gigantisches Luxusschiff, kollidierte auf ihrer Jungfernfahrt am 14. April gegen 23.40 Uhr Ortszeit mitten auf dem Nordatlantik mit einem Eisberg – und ging unter. Von den &#252;ber 2200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord &#252;berlebten nur etwa 700, weil es viel zu wenig Rettungsboote gab. Man glaubte ja, man brauche sie nicht … Unter den Opfern waren etliche amerikanische Million&#228;re, die luxuri&#246;se Kabinen der ersten Klasse gebucht hatten. Dank zahlreicher B&#252;cher und rund einem Dutzend Kinofilmen ist die Titanic zum Mythos geworden; die Verfilmung mit Kate Winslet und Leonardo Dicaprio gewann elf Oscars. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3841" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9UaXRhbmljLXZvci1kZW0tQXVzbGF1ZmVuLmpwZw=="><img class="size-full wp-image-3841 " title="Titanic vor dem Auslaufen" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Titanic-vor-dem-Auslaufen.jpg" alt="" width="480" height="302" /></a><p class="wp-caption-text">Die Titanic vor dem Auslaufen</p></div>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Der gr&#246;&#223;te Teil des Innenraums der Titanic war der ersten Klasse vorbehalten. Der riesige Speisesaal f&#252;r 500 G&#228;ste war der gr&#246;&#223;te Raum auf dem Schiff &#252;berhaupt. Au&#223;erdem gab es f&#252;r Passagiere, die à la carte speisen wollten, ein Restaurant, ein „franz&#246;sisches Café“<em> </em> und zwei Verandacafés. Die Ausstattung der K&#252;che entsprach der eines Luxushotels, unter anderem verf&#252;gte sie &#252;ber 19 Back&#246;fen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3846" class="wp-caption aligncenter" style="width: 444px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9UaXRhbmljLUNhZmV0ZXJpYTIuanBn"><img class="size-full wp-image-3846 " title="Titanic Cafeteria2" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Titanic-Cafeteria2.jpg" alt="" width="434" height="325" /></a><p class="wp-caption-text">Café auf der Titanic</p></div>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Da einige der Geretteten die Speisekarte vom 14. April 1912 bei sich hatten, wissen wir heute, was an jenem verh&#228;ngnisvollen Abend auf der Titanic serviert wurde, wobei jede Kabinenklasse nat&#252;rlich ihr eigenes Men&#252; hatte. Das der ersten Klasse orientierte sich an der franz&#246;sischen K&#252;che und bestand aus f&#252;nf G&#228;ngen (nicht aus elf, wie immer wieder behauptet wird), w&#228;hrend die zweite Klasse mit nur drei G&#228;ngen und typisch englischen Gerichten vorlieb nehmen musste. </span></span></p>
<div id="attachment_3851" class="wp-caption aligncenter" style="width: 438px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9UaXRhbmljLVNwZWlzZXNhYWwuanBn"><img class="size-full wp-image-3851   " title="Titanic Speisesaal" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Titanic-Speisesaal.jpg" alt="" width="428" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Speisesaal der ersten Klasse</p></div>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Das Men&#252;, das ab 18 Uhr im Speisesaal der ersten Klasse serviert wurde<strong>:</strong> Als <strong>Vorspeise</strong> entweder Consommé Olga, Gerstenrahmsuppe oder  pochierter Lachs, als <strong>Zwischengericht</strong> Filet Mignon Lili, gebratenes Huhn Lyonnaise oder gef&#252;llter K&#252;rbis, als <strong>Hauptgericht</strong> Lamm mit Minzsauce, gebratene Ente mit Calvadossauce oder Rindersteak mit Schlosskartoffeln. Es folgte Punsch à la Romaine, kein Hei&#223;getr&#228;nk, sondern ein Sorbet aus Zitrusfr&#252;chten, Wein, Rum und Champagner. Danach ging es weiter mit dem <strong>vierten Gang</strong>, n&#228;mlich gebratenen Tauben, Spargel mit Vinaigrette sowie Foie Gras, ehe das <strong>Dessert</strong> kam: Waldorf-Pudding, Pfirsiche in Lik&#246;rgelee, gef&#252;llte Eclairs oder franz&#246;sisches Eis.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3856" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9UaXRhbmljLVJlc3RhdXJhbnQuanBn"><img class="size-full wp-image-3856  " title="Titanic Restaurant" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Titanic-Restaurant.jpg" alt="" width="432" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Das Restaurant</p></div>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Zum Vergleich nun das Abendessen f&#252;r die Passagiere der zweiten Klasse, ebenfalls vom 14. April: als <strong>Vorspeise</strong> Consommé Tapioka, als <strong>Hauptgericht</strong> gebackener Schellfisch mit scharfer Sauce, Curryhuhn mit Reis, Lamm mit Minzsauce oder Truthahn mit Cranberrysauce, als <strong>Nachtisch</strong> dann Plumpudding, Weingelee zu Kokosgeb&#228;ck oder amerikanisches Eis. Die dritte Klasse hatte beim Essen keine Wahl, hier wurde gegessen, was auf den Tisch kommt, und das war an jenem Tag Rindsgulasch mit ges&#228;uertem Gem&#252;se (Pickles) und Kartoffeln, Brot mit Butter, Aprikosen und Tee. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"> </span></p>
<div id="attachment_3859" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9UaXRhbmljLUsmIzI1MjtjaGUuanBn"><img class="size-full wp-image-3859  " title="Titanic K&#252;che" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Titanic-K&#252;che.jpg" alt="" width="378" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Die K&#252;che</p></div>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Rezept: Punsch à la Romaine</strong></span></p>
<p>„<span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Auf 750 Gramm Zucker reibt man die Schale von zwei Apfelsinen und einer Zitrone ab, zerschl&#228;gt den Zucker in St&#252;cke, legt ihn in eine Terrine und gie&#223;t ½ Liter Wasser darauf; sobald er geh&#246;rig aufgel&#246;st ist, pre&#223;t man den Saft von vier Apfelsinen und zwei Zitronen hinein, gie&#223;t eine halbe Flasche Rheinwein, ¼ Liter Arak (Rum), ¼ Liter Maraschino und eine halbe Flasche Champagner zu, f&#252;llt die Mischung in eine Gefrierb&#252;chse, l&#228;&#223;t sie unter flei&#223;igem Umdrehen frieren und r&#252;hrt zuletzt den festen und mit Zucker vers&#252;&#223;ten Schnee von f&#252;nf Eiwei&#223;en darunter, den man auch noch eine Weile mitfrieren l&#228;&#223;t, bis alles wei&#223; und schaumig wie dicker Rahm ist; man serviert ihn in Champagnergl&#228;sern.“</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Quelle: Universal-Lexikon der Kochkunst, Leipzig 1890</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Interessanter Weblink: </strong><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdHV0dGdhcnRlci16ZWl0dW5nLmRlL2luaGFsdC4xMDAtamFocmUtdGl0YW5pYy1sdXh1cy1hdWYtZGVyLWhvZWhlLWRlci16ZWl0LmNmNjk2MmZjLTJjYzctNDFhOC04NTI1LWMzYWNmMTIwMjQ4Zi5odG1s">Artikel der Stuttgarter Zeitung &#252;ber die Men&#252;s auf der Titanic </a></span></span></p>
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		<title>Kulinarische Legenden: Pasta all&#8217;amatriciana</title>
		<link>http://petrafoede.de/blog/2012/04/12/kulinarische-legenden-pasta-allamatriciana/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 08:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Italienische Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Nudeln]]></category>
		<category><![CDATA[Pasta]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>
		<category><![CDATA[Spaghetti]]></category>
		<category><![CDATA[Tomaten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe keine Ahnung, wie viele traditionelle Rezepte f&#252;r Pastasaucen es in Italien gibt, vermutlich ein paar Dutzend, und eines davon hei&#223;t „Spaghetti all&#8217;amatriciana“ oder auch „alla matriciana“. Die Zubereitung ist nicht besonders schwierig, vorausgesetzt man bekommt au&#223;erhalb Italiens alle &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/04/12/kulinarische-legenden-pasta-allamatriciana/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Ich habe keine Ahnung, wie viele traditionelle Rezepte f&#252;r Pastasaucen es in Italien gibt,  vermutlich ein paar Dutzend, und eines davon hei&#223;t „Spaghetti all&#8217;amatriciana“ oder auch „alla matriciana“. Die Zubereitung ist nicht besonders schwierig, vorausgesetzt man bekommt au&#223;erhalb Italiens alle wesentlichen Zutaten: Guanciale (unger&#228;ucherter Speck aus der Schweinbacke), aromatische Tomaten und Pecorino romano (Schafsk&#228;se). Guanciale ist au&#223;erhalb Italiens schwer aufzutreiben und wird oft durch Pancetta oder Bacon ersetzt, obwohl beide im Geschmack nicht mit Guanciale zu vergleichen sind.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9QSUNUMzgzMy5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3828" title="PICT3833" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/PICT3833.jpg" alt="" width="469" height="310" /></a><br />
</span></span></p>
<h3>Ein traditionelles Gericht der Sch&#228;fer?</h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Bei der Frage der korrekten Zubereitung dieses Rezepts sind sich viele Italiener noch einig, obwohl r&#246;mische K&#246;chinnen grunds&#228;tzlich noch Zwiebeln dazugeben, was man in den Abruzzen strikt ablehnt. &#220;ber den Ursprung und die Herkunft des Gerichts wird dagegen leidenschaftlich gestritten. In Amatrice, einem kleinen Ort in der Provinz Rieti, etwa 140 km nord&#246;stlich von Rom gelegen, ist man davon &#252;berzeugt, dass einheimische Sch&#228;fer schon vor Jahrhunderten das Urrezept der Spaghetti all&#8217;amatriciana erfunden haben, noch ohne Tomaten. Es hei&#223;t, die Hirten h&#228;tten Nudeln, Guanciale und Pecorino stets als Proviant dabei gehabt und daraus auf der Weide ein Gericht zubereitet, das heute als „wei&#223;e Amatriciana“ oder „Spaghetti alla gricia“ bekannt ist. Durch Handelsbeziehungen sei das Rezept dann irgendwann nach Rom gelangt, wo Amatrice seit jeher <em>Matrice</em> genannt wird. </span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3830" class="wp-caption aligncenter" style="width: 447px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9BbWF0cmljZS1QYW5vcmFtYS5qcGc="><img class="size-full wp-image-3830    " title="Amatrice Panorama" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Amatrice-Panorama.jpg" alt="Amatrice" width="437" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Amatrice</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Durch den Hinweis auf Pasta alla gricia wird die Sache aber nicht einfacher, denn auch dieser Name gibt R&#228;tsel auf. Ich zitiere Wikipedia: „Die Herkunft des Namens ist wohl abgeleitet von <em>Gricio</em>. So wurden im Rom des 19. Jahrhunderts die Verk&#228;ufer von Brot und Lebensmittel genannt, einige von ihnen stammten aus dem Schweizer Kanton Graub&#252;nden (italienisch: <em>Grigioni</em>). Nach einer anderen Hypothese stammt das Gericht aus dem Bergdorf Grisciano“, &#252;brigens nur einen Steinwurf von Amatrice entfernt.</span></span></p>
<h3><span style="font-family: Georgia,serif;">Die Spur f&#252;hrt nach Rom</span></h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Eine ausf&#252;hrliche Diskussion des F&#252;r und Wider w&#252;rde den Rahmen meines Blogs sprengen, deshalb fasse ich mich kurz: Pasta jeglicher Art geh&#246;rte jahrhundertelang nicht zur <em>cucina povera</em> der kleinen Leute; selbst in Neapel wurden Makkaroni erst im 18. Jahrhundert zum Volksnahrungsmittel. Die Sch&#228;fergeschichte ist zwar h&#252;bsch, aber v&#246;llig abwegig. Und obwohl die Spaghetti alla gricia die Urform der Pasta all&#8217;amatriciana sein sollen und sein k&#246;nnten, werden sie vor dem 20. Jahrhundert nirgends erw&#228;hnt. Das gibt zu denken.</span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span></span></p>
<div id="attachment_3835" class="wp-caption aligncenter" style="width: 239px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9QYXN0YWtvY2guanBn"><img class="size-full wp-image-3835   " title="Pastakoch" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Pastakoch.jpg" alt="" width="229" height="388" /></a><p class="wp-caption-text">Pastakoch</p></div>
<p><span style="font-size: small;">Ich halte aufgrund der Quellenlage alla gricia nicht f&#252;r &#228;lter als alla matriciana; beide werden erst  in den 1930ern Jahren wirklich bekannt, und zwar in Rom. Beide Gerichte sind nat&#252;rlich etwas &#228;lter, aber Hausfrauen brauchen keine gro&#223;artigen Namen f&#252;r ihre Rezepte, und in ihren K&#252;chen entstanden diese rustikalen Saucen, ehe sie auch auf den Speisekarten der Restaurants auftauchten. Sie stammen wie ihre Geschwister „Spaghetti a cacio e pepe“ und „Spaghetti con aglio e olio“ vermutlich aus der mageren Zeit, als man eine vielk&#246;pfige Familie m&#246;glichst billig mit dem </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><em>primo</em></span></span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> satt kriegen musste, weil danach nicht mehr viel kam, vielleicht Ei oder ein St&#252;ck Leber. Die R&#246;merin Ada Boni, die ihr Kochbuch in den 1920er Jahren schrieb, kannte sowohl „Spaghetti alla matriciana“ mit Tomaten (von Bucatini war damals noch keine Rede) als auch die helle Version, die bei ihr  aber nicht „alla gricia“ hei&#223;t, sondern „Spaghetti alla marchiciana“, also nach Art der Marken, eine Region gut 50 Kilometer n&#246;rdlich von Amatrice. Aber das sind keine Herkunftsbezeichnungen, sondern einfach nur Namen!</span></span></p>
<h3>Rezept</h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Da ich Pasta all&#8217;amatriciana f&#252;r r&#246;misch halte, ist es naheliegend, den Sugo mit Zwiebeln zuzubereiten. Wer Zwiebeln nicht mag, l&#228;sst sie einfach weg. Die Bucatini habe ich durch essfreundliche Tortiglioni ersetzt. Tja, und statt Guanciale musste ich auf Pancetta (unger&#228;ucherten Bauchspeck) ausweichen, denn der war auch im italienischen Supermarkt <em>Centro Italia</em> nicht aufzutreiben. &#8220;Non mai&#8221; lautete die b&#252;ndige Auskunft an der Theke. Daf&#252;r gab es immerhin Pecorino romano und Tomaten aus San Marzano. In alten Rezepten ist auch nicht von Chili die Rede, sondern immer nur von Pfeffer.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Zutaten f&#252;r 4 Personen:</strong> 400 g Pasta, 200 g Guanciale oder Pancetta, 400 g Dosentomaten oder 5 bis 5 frische Tomaten, 1 Zwiebel, 100 g Pecorino romano, Oliven&#246;l, Salz, Pfeffer. <strong>Zubereitung:</strong> Den Speck in Streifen schneiden, frische Tomaten h&#228;uten und in St&#252;cke schneiden. Zuerst den Speck in einem EL &#214;l in der Pfanne bei mittlerer Hitze einige Minuten anschwitzen, nicht braun werden lassen, dann herausnehmen und auf K&#252;chenpapier abtropfen. In diesem Fett die klein gehackte Zwiebel glasig d&#252;nsten; einen Topf mit Wasser f&#252;r die Pasta zum Kochen bringen. Die zerkleinerten Tomaten in die Pfanne geben und etwa 20 Minuten k&#246;cheln lassen, bis eine dickfl&#252;ssige Sauce entstanden ist. Den Speck zugeben, salzen und pfeffern. Die abgetropfte Pasta mit dem Sugo vermischen und mit geriebenem Pecorino servieren.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Verwandte Artikel:</span></span></strong></p>
<ul>
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<li><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDExLzA3LzI3L3plaXRyZWlzZS1pdGFsaWVuLW9obmUtcGl6emEv"><strong>Zeitreise: Italien ohne Pizza </strong></a><br />
</span></span></li>
</ul>
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		<title>New York Cheesecake</title>
		<link>http://petrafoede.de/blog/2012/04/05/new-york-cheesecake/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 09:14:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanische Küche]]></category>
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		<description><![CDATA[K&#228;sekuchen kann man eigentlich das ganze Jahr &#252;ber backen, aber fr&#252;her war er vor allem ein klassischer Osterkuchen – nach der mehrw&#246;chigen Fastenzeit durfte man endlich wieder Butter, Sahne, Quark und Eier essen. In Russland ist das Osterfest ohne pashka, &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/04/05/new-york-cheesecake/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">K&#228;sekuchen kann man eigentlich das ganze Jahr &#252;ber backen, aber fr&#252;her war er vor allem ein klassischer Osterkuchen – nach der mehrw&#246;chigen Fastenzeit durfte man endlich wieder Butter, Sahne, Quark und Eier essen. In Russland ist das Osterfest ohne <em>pashka</em>, einen ungebackenen Quarkkuchen in Pyramidenform, bis heute undenkbar. Und auch die sizialianische <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDEwLzA0LzMwL3N1ZXNzZS1sZWdlbmRlLXNpemlsaWFuaXNjaGUtY2Fzc2F0YS8=">Cassata</a> mit Ricotta wurde wie die <em>pastiera napoletana</em> urspr&#252;nglich nur in der Osterzeit gegessen. Auf die Geschichte des deutschen K&#228;sekuchens will ich hier nicht n&#228;her eingehen, dar&#252;ber habe ich auf <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wZXRyYWZvZWRlLmRlL2thZXNla3VjaGVuLmh0bWw=">meiner Seite zur Rezeptforschung</a> schon einiges geschrieben.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3801" class="wp-caption aligncenter" style="width: 395px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9jaGVlc2VjYWtlLWZvdG8tYWxjaW5vZS5qcGc="><img class="size-full wp-image-3801 " title="cheesecake foto alcinoe" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/cheesecake-foto-alcinoe.jpg" alt="" width="385" height="298" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Alcinoe</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<h3>Die Spezialit&#228;t deutsch-j&#252;discher Delis</h3>
<p><span style="font-size: small;">Stattdessen geht es um den amerikanischen K&#228;sekuchen, besser bekannt als New York Cheesecake, der nicht aus Quark besteht, sondern aus <em>cream cheese</em>, zu deutsch Rahmfrischk&#228;se. Dieser Frischk&#228;se ist angeblich die Zufallserfindung eines Mannes namens William Lawrence, der 1872 in Chester im US-Bundesstaat New York eigentlich den beliebten franz&#246;sischen K&#228;se Neufchâtel kopieren wollte und aus Versehen wesentlich mehr Sahne zugab als im Rezept vorgesehen. Einige Jahre sp&#228;ter kam dieser Frischk&#228;se jedenfalls unter dem Namen „Philadelphia“ auf den Markt, und so hei&#223;t er noch heute. Zu dieser Zeit kannte man in New York den klassischen deutschen K&#228;sekuchen, der in deutsch-j&#252;dischen Delikatessenl&#228;den verkauft wurde, und f&#252;r den man mangels Quark <em>cottage cheese</em>, also H&#252;ttenk&#228;se, nahm. Erst in den 1920er Jahren kamen die ersten B&#228;cker in New York auf die Idee, f&#252;r den K&#228;sekuchen Rahmfrischk&#228;se zu verwenden, wobei bis heute umstritten ist, in welchem Laden der neue Cheesecake zuerst angeboten wurde. Ein m&#246;glicher Erfinder ist Arnold Reuben, der 1928 sein Deli in Manhattan er&#246;ffnete und zun&#228;chst vor allem f&#252;r seine Sandwiches bekannt wurde. Ein anderer hei&#223;er Favorit ist der geb&#252;rtige Berliner Leo „Lindy“ Lindemann, der seit 1921 am Broadway j&#252;dische Spezialit&#228;ten verkaufte. Beide zogen bald die Cheesecake-Fans in Scharen an.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich habe vorher noch nie einen New York Cheesecake gebacken. Aber wenn man amerikanischen Experten glauben darf (und das darf man sicher), dann muss der Kuchen zwar cremig, aber auch ein bisschen kompakt sein und leicht nach Zitrone und Vanille schmecken &#8211; diese Bedingungen hat mein Cake erf&#252;llt. Wer es gerne richtig „fluffig“ mag, ist mit einer deutschen K&#228;sesahnetorte aber wahrscheinlich besser bedient. </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wNC9QSUNUMzgyNy5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3806" title="PICT3827" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/PICT3827.jpg" alt="" width="459" height="282" /></a><br />
</span></p>
<h3>Rezept: Lindy&#8217;s Cheesecake</h3>
<p><span style="font-size: small;">Es gibt unz&#228;hlige Rezepte f&#252;r Cheesecake. Ich habe mich mit kleinen Abwandlungen f&#252;r das angebliche Originalrezept von Leo Lindemann entschieden, das 1933 zum ersten Mal in einem Buch ver&#246;ffentlicht wurde und dem Original vermutlich ziemlich nahe kommt; den damals noch &#252;blichen M&#252;rbeteig habe ich durch einen Kekskr&#252;melboden ersetzt, au&#223;erdem habe ich auf das bei Lindy &#252;bliche „Topping“ aus Erdbeeren oder einer Fruchtsauce verzichtet. </span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Zutaten f&#252;r eine gro&#223;e Springform (26 cm):</strong> 300 g Vollkorn-Butterkekse, 150 g Butter, Salz. F&#252;r die F&#252;llung 1 kg Rahmfrischk&#228;se, 200 g Schmand (Crême fraiche), 50 g Sahne, 250 g Zucker, 2 TL geriebene Zitronenschale, 2 TL geriebene Orangenschale, ½ TL Vanille-Extrakt, 5 Eier plus 2 Eidotter. <strong>Zubereitung:</strong> Die Zutaten f&#252;r die F&#252;llung sollten nicht direkt aus dem K&#252;hlschrank kommen, sondern Raumtemperatur haben. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kekse zerkr&#252;meln, mit der geschmolzenen Butter vermengen, auf dem Boden der Springform verteilen, andr&#252;cken und im K&#252;hlschrank fest werden lassen. Den Frischk&#228;se mit dem Schmand und der Sahne verr&#252;hren, mit einem R&#252;hrger&#228;t auf niedriger Stufe durchr&#252;hren und dann nach und nach die angegebenen Zutaten hinzuf&#252;gen; die Eier nacheinander dazugeben. Nicht zuviel Luft in die Masse hineinschlagen, sie k&#246;nnte sonst angeblich beim Backen zusammenfallen. Die Masse in der Springform verteilen und glatt streichen. Gut zehn Minuten bei 200 Grad backen, dann die Hitze auf 120 Grad reduzieren und etwa 75 bis 90 Minuten backen. (Profis backen Cheesecake im Wasserbad, war mir zu aufw&#228;ndig.) Die Ofent&#252;r w&#228;hrend des Backens m&#246;glichst nicht &#246;ffnen. Danach den Kuchen 2 bis 3 Stunden im ausgeschalteten Ofen abk&#252;hlen lassen, dann f&#252;r mindestens 6 Stunden in den K&#252;hlschrank stellen, damit er fest wird. Vor dem Anschneiden sollte er aber wieder Raumtemperatur haben, sonst schmeckt er nicht so gut.</span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Rezept nach Duncan Hines, Adventures in Good Cooking, 1933</strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Mein Beitrag f&#252;r <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2t1bGluYXJpc2NoZXN3dW5kZXJsYW5kLmJsb2dzcG90LmRlLzIwMTIvMDUvYmxvZ2V2ZW50LWRlci1wZXJmZWt0ZS1rYXNla3VjaGVuLmh0bWw=">Alice im kulinarischen Wunderland:</a></span></span></p>
<p><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2t1bGluYXJpc2NoZXN3dW5kZXJsYW5kLmJsb2dzcG90LmRlLzIwMTIvMDUvYmxvZ2V2ZW50LWRlci1wZXJmZWt0ZS1rYXNla3VjaGVuLmh0bWw=" target=\"_blank\"><br />
<img src="https://lh3.googleusercontent.com/-qkWqEXjnxfw/T6_6DT3G8wI/AAAAAAAABVw/vH2jInhG54M/s400/Banner400x89.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
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		<title>Verzaubertes Corned Beef</title>
		<link>http://petrafoede.de/blog/2012/03/28/verzaubertes-corned-beef/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 09:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Corned Beef]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Kartoffeln]]></category>
		<category><![CDATA[Simmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile f&#252;llen Romane, in denen gekocht wird, in den Buchhandlungen ganze Regalmeter, aber als 1960 Es muss nicht immer Kaviar sein von Johannes Mario Simmel erschien, war das noch etwas v&#246;llig Neues. Zumal der Held des Buches hauptberuflich zun&#228;chst Banker &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/03/28/verzaubertes-corned-beef/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Mittlerweile f&#252;llen Romane, in denen gekocht wird, in den Buchhandlungen ganze Regalmeter, aber als 1960 <em>Es muss nicht immer Kaviar sein</em> von Johannes Mario Simmel erschien, war das noch etwas v&#246;llig Neues. Zumal der Held des Buches hauptberuflich zun&#228;chst Banker und dann Geheimagent ist, und jedes Kind wei&#223;, dass Agenten harte Cocktails trinken, die gesch&#252;ttelt und nicht ger&#252;hrt werden, am Morgen danach Spiegeleier essen – und grunds&#228;tzlich nicht am Herd stehen. Kann sich jemand James Bond mit K&#252;chensch&#252;rze vorstellen? Aber Simmel war seiner Zeit offensichtlich voraus, denn er gab seinem Roman den Untertitel „Die tolldreisten Abenteuer und auserlesenen Kochrezepte des Geheimagenten wider Willen Thomas Lieven“ und lie&#223; seinen Held im Laufe der Handlung immer wieder zum Kochl&#246;ffel greifen. Und er bestand darauf, die Rezepte der Men&#252;s im Buch zu ver&#246;ffentlichen.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMy9Fcy1tdXNzLW5pY2h0LWltbWVyLUthdmlhci1zZWluLVBsYWthdC5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3776" title="Es muss nicht immer Kaviar sein Plakat" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Es-muss-nicht-immer-Kaviar-sein-Plakat.jpg" alt="" width="246" height="353" /></a><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Die meisten Gerichte Lievens sind Klassiker wie <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDEwLzAzLzExL2JvZXVmLXN0cm9nYW5vZmYtZ2VzY2huZXR6ZWx0ZXMtdm9tLWdyb3NzZnVlcnN0Lw==">Filet Stroganoff</a> oder Salzburger Nockerln, aber bei seinem Aufenthalt in Baden-Baden, im August 1945, kocht er etwas ganz Merkw&#252;rdiges, n&#228;mlich „Verzaubertes Corned Beef“. Im Buch arbeitet der Agent zu diesem Zeitpunkt f&#252;r den franz&#246;sischen Kriegsverbrecher-Suchdienst. Schaut man sich das Rezept genauer an, stellt man fest, dass es sich dabei um getarntes <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDEwLzA4LzE3L3dpZS1kaWUtaGFtYnVyZ2VyLXp1bS1sYWJza2F1cy1rYW1lbi8=">Labskaus</a> handelt, also ein norddeutsches Gericht, das nicht mal im Norden als Gipfel feiner Kochkunst gilt. Wie kam der &#214;sterreicher Simmel, der seit 1950 in M&#252;nchen lebte, ausgerechnet auf dieses Rezept? Des R&#228;tsels L&#246;sung: Seine Eltern stammten urspr&#252;nglich aus Hamburg. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Das ganze Baden-Badener Men&#252; bestand aus drei G&#228;ngen: Kr&#228;utersuppe – Verzaubertes Corned Beef – Quarkspeise. Die n&#246;tigen Zutaten f&#252;hrt ein guter Agent nat&#252;rlich stets mit sich. Zitat: „Thomas ging auf den Hof hinaus und &#246;ffnete den Kofferraum seines Wagens. Mit einem halben Pfund Butter, einer B&#252;chse Sahne, einer B&#252;chse Fleischextrakt und einer B&#252;chse Corned beef kehrte er zur&#252;ck … Die magere Suppe st&#228;rkte er mit Fleischextrakt. Dann &#246;ffnete er die Corned-beef-Dose und zerzupfte das Fleisch darin … &#8216;Mit vereinten Kr&#228;ften werden wir in K&#252;rze ein prima Mittagessen haben.&#8217;“ (Vor dem Krieg h&#228;tte eine badische Hausfrau den B&#252;chsen-Agent vermutlich hochkant aus der K&#252;che geworfen, aber es gibt Situationen, da kann man halt nicht w&#228;hlerisch sein &#8230;)</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMy9QSUNUMzc5My5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3779" title="PICT3793" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/PICT3793.jpg" alt="" width="436" height="330" /></a><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Rezept</strong></span></span></p>
<p>„<span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Man nehme reichlich Zwiebelringe, d&#252;nste sie in Butter glasig, f&#252;ge den zerzupften Inhalt einer B&#252;chse Corned beef hinzu, lasse einige Minuten weiterschmoren, aber nicht braun braten. &#8211; Man gebe dann ein nicht zu festes Kartoffelp&#252;ree hinzu, vermische alles gr&#252;ndlich, schmecke mit Salz und Pfeffer gut ab und lasse das Ganze auf kleiner Flamme gut durchziehen und hei&#223;  werden lassen.“ </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>aus: Johannes Mario Simmel, Es kann nicht immer Kaviar sein</strong><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Nanu, werden manche denken, da fehlt doch was – wo sind die sauren Gurken, die Rote Bete, das Spiegelei? Geh&#246;rt das nicht zu echtem Labskaus dazu? Nein, eigentlich nicht. Jedenfalls ist davon in alten handgeschriebenen Rezepten von Hamburger Hausfrauen nie die Rede; das Spiegelei ist ein Einfall norddeutscher Profik&#246;che, vermutlich um das nicht besonders ansehnliche Gericht dezent damit zu bedecken … Und saure Gurken gab es f&#252;r die Matrosen an Bord wohl auch nur ausnahmsweise dazu, von roter Bete habe ich nie etwas gelesen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Aber man kann es zubereiten wie man will &#8211; gut sieht Labskaus nie aus, deshalb passt es ideal in <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2hlaWtlLmVzc2Vudm9uYXUuZGUvMjAxMi8wMy91Z2x5LWZvb2Qv">Heikes Kategorie &#8220;ugly food&#8221;.</a><br />
</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Von Butterbrot und fetten Schmarrn &#8211; regionale Vorlieben anno dazumal</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 09:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Brot]]></category>
		<category><![CDATA[Butter]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Schmalz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutschen Regionalk&#252;chen und ihre Spezialit&#228;ten, die jahrzehntelang von Kritikern in Bausch und Bogen verdammt wurden, weil angeblich zu fade, zu fett und zu schwer, erfreuen sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit, auch in der Gastronomie. Wobei sich die Aufmerksamkeit &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/03/15/von-butterbrot-und-fetten-schmarrn-regionale-vorlieben-anno-dazumal/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Die deutschen Regionalk&#252;chen und ihre Spezialit&#228;ten, die jahrzehntelang von Kritikern in Bausch und Bogen verdammt wurden, weil angeblich zu fade, zu fett und zu schwer, erfreuen sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit, auch in der Gastronomie. Wobei sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Paradest&#252;cke und Festessen richtet, weniger auf die Alltagskost. Dabei ist die Frage, was unsere Gro&#223;- und Urgro&#223;eltern gegessen haben, durchaus spannend. Lebten sie in Norddeutschland, dann kamen im 19. Jahrhundert mittags Kartoffeln, gekochtes Gem&#252;se und fettes Fleisch auf den Tisch, oft zusammen in einem Topf gekocht. Zum Fr&#252;hst&#252;ck trank man Kaffee und a&#223; dazu Butterbrot, eine in S&#252;ddeutschland unbekannte Sitte. Das zweite Fr&#252;hst&#252;ck bestand aus Brot mit Wurst, Speck oder K&#228;se. Zu den warmen Mahlzeiten gab es im Norden dagegen generell kein Brot. Wohnten unsere Vorfahren in S&#252;ddeutschland, dann ern&#228;hrten sie sich werktags &#252;berwiegend von Mehlspeisen, Fleisch gab es nur sonntags und an Feiertagen, Kartoffeln spielten keine gro&#223;e Rolle. Katholische Familien hatten au&#223;erdem die Fastentage zu beachten.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3761" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMy9Ob3JkZGV1dHNjaGUtSyYjMjUyO2NoZS1mb3RvLWdlb3ouanBn"><img class="size-full wp-image-3761   " title="Norddeutsche K&#252;che foto geoz" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Norddeutsche-K&#252;che-foto-geoz.jpg" alt="Norddeutsche K&#252;che" width="432" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Norddeutsche K&#252;che. Foto: Geoz</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die r&#228;tselhafte Butterbrot-Grenze</h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">In einem Wiener K&#252;chenkalender f&#252;r das Jahr 1848 habe ich einen interessanten Aufsatz gefunden, der urspr&#252;nglich im <em>Stuttgarter Morgenblatt</em> erschienen ist. Darin hei&#223;t es: „Ein gro&#223;er … Unterschied zwischen Nord- und S&#252;ddeutschland findet hinsichtlich des Gebrauches der Butter statt. So sieht man in Baiern und Oesterreich schwerlich je einen Menschen Butterbrot essen … Am Oberrhein, in Schwaben, findet man schon Butterbrot, doch auch nur selten; in Hessen aber f&#228;ngt die Herrschaft desselben an und steigert sich dann mit jeder Meile nordw&#228;rts, bis es in Sachsen und der Mark (Brandenburg) seinen Kulminationspunkt erreicht &#8230; Dagegen ist in ganz Norddeutschland der s&#252;ddeutsche Gebrauch unbekannt, Butter zu zerlassen und in diesem Zustande lange aufzubewahren“. In Norddeutschland verwendete man Schweineschmalz. „&#220;berhaupt kocht man in S&#252;ddeutschland die Gem&#252;se und Mehlspeisen im Allgemeinen viel fetter als im Norden. Baiern zeichnet sich hier in hohem Grade aus und der beliebte Schmarrn, dieses bairische Nationalgericht, besteht fast nur aus Mehl und zerlassener Butter.“</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Besonders gelobt wird die Hamburger Kochkunst, die der in anderen deutschen Gro&#223;st&#228;dten &#252;berlegen sei. „Und wie versteht man dort zu essen! … &#220;berhaupt legt die Hamburger K&#252;che sehr viel Gewicht auf gute und derbe Fleischspeisen und hat darin … sehr viel &#196;hnlichkeit mit der englischen … Im ganzen deutschen Norden wird weit mehr gep&#246;keltes, ger&#228;uchertes oder sauer eingekochtes Fleisch, sowohl vom Rind als vom Schwein, gegessen als im mittleren und s&#252;dlichen Deutschland“. Nach den Hamburgern galten die Mecklenburger als ausgesprochen gute Esser, jeder Landmann nahm vier bis f&#252;nf Mahlzeiten t&#228;glich ein. So gut ging es sonst allenfalls noch reichen Bauern in Ostfriesland und in Westfalen. „In den preu&#223;ischen Marken und in der Provinz Sachsen … i&#223;t man merklich schlechter … Besonders Berlin zeichnet sich nicht durch feine K&#252;che aus“. Noch bescheidener gehe es jedoch in Dresden zu. Wie zum Ausgleich tun sich die Sachsen daf&#252;r an Kuchen und Geb&#228;ck aller Art g&#252;tlich, und zwar auch werktags.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3764" class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMy9CYXllcmlzY2hlLUsmIzI1MjtjaGUtZm90by1MdWVzdGxpbmcuanBn"><img class="size-full wp-image-3764  " title="Bayerische K&#252;che foto Luestling" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Bayerische-K&#252;che-foto-Luestling.jpg" alt="Bayerische K&#252;che" width="430" height="253" /></a><p class="wp-caption-text">Bayerische K&#252;che. Foto: Luestling (Creative Commons)</p></div>
<p>Aush&#228;ngeschild der s&#252;ddeutschen K&#252;che ist Wien. „Die Wiener K&#252;che ist viel weichlicher, leichter, s&#252;&#223;er als die Hamburger, sie liebt mehr Mehlspeisen, Gefl&#252;gel, Kalbfleisch, Konfituren, Salat, und zwischen einem Wiener Schnitzel und einem Hamburger Beefsteak ist fast derselbe Unterschied wie zwischen einem Wiener und einem Hamburger selbst … In Baiern und auch schon in Oesterreich und dem Salzburgischen wird derber gegessen … als in Wien … Sehr wenig Fleisch genie&#223;t das Landvolk …“. Ausgesprochen schlicht esse man auch am Oberrhein und in Hessen. Die rheinische K&#252;che sei stark franz&#246;sisch gepr&#228;gt, werde aber vor allem in den Hotels der Region gekocht.</p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>&#196;hnliche Artikel: <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy8yMDExLzA4LzI1L2tsb2Vzc2UtYWFsLXVuZC1rYWVsYmVybmVzLWRpZS1rdWVjaGUtdW5zZXJlci11cmdyb3NzZWx0ZXJuLw==">Kl&#246;&#223;e, Aal und K&#228;lbernes &#8211; die K&#252;che unserer Urgro&#223;eltern</a></strong><br />
</span></span></p>
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		<title>Ein echter Schmarrn</title>
		<link>http://petrafoede.de/blog/2012/03/07/ein-echter-schmarrn/</link>
		<comments>http://petrafoede.de/blog/2012/03/07/ein-echter-schmarrn/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 09:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Äpfel]]></category>
		<category><![CDATA[Mehlspeisen]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Küche]]></category>

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		<description><![CDATA[Kalendarisch befinden wir uns jetzt zwar mitten in der Fastenzeit, aber ich faste ja nicht, da kann ich auch vor Ostern einen Schmarren essen – also fleischlos ist er schon, aber es kommen halt Eier und Schmalz dran, womit er &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/03/07/ein-echter-schmarrn/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Kalendarisch befinden wir uns jetzt zwar mitten in der Fastenzeit, aber ich faste ja nicht, da kann ich auch vor Ostern einen Schmarren essen – also fleischlos ist er schon, aber es kommen halt Eier und Schmalz dran, womit er als Fastengericht ausscheidet. Das Schmalz tr&#228;gt er sogar schon im Namen, denn in S&#252;ddeutschland hei&#223;t „Schmer“ soviel wie Fett. Ein Schmarren ist also eine „geschmalzene Mehlspeise“.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMy9QSUNUMzc4Ny5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3750" title="PICT3787" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/PICT3787.jpg" alt="" width="531" height="297" /></a><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Schmarren werden im Alpenraum schon seit dem 16. Jahrhundert gegessen, allerdings handelte es sich dabei noch nicht um s&#252;&#223;e zerrupfte Pfannkuchen, sondern um ein Gericht aus Brotresten, die mit Schmalz aufgebraten wurden. Ein bayerisches W&#246;rterbuch bezeichnet 1838 einen Schmarren als „eine Art trockner Mehlspeise, aus zerbr&#246;ckelten Brot- oder Semmelkrumen, zersto&#223;nem Pfannkuchen, auch aus Mehl, Grie&#223; und verschiedenen sonstigen Zutaten mit Butter oder Schmalz geschmort oder ger&#246;stet“. Ein Schmarren aus Grie&#223;, Buchweizen oder anderem Teig ist im Grunde ein Sterz, wenn ich das richtig verstanden habe. (&#214;sterreichische Leser/innen m&#246;gen mich da gerne belehren <img src='http://petrafoede.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) Der urspr&#252;ngliche Schmarren war jedenfalls eine einfache b&#228;uerliche Alltagsspeise und vom B&#252;rgertum so wenig gesch&#228;tzt, dass daraus die Redewendung „Das ist ein rechter Schmarrn“ entstanden ist, wenn jemand sagen will, dass etwas nichts taugt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Aber das Bauernessen schaffte den gesellschaftlichen Aufstieg und wurde im 19. Jahrhundert in verfeinerter Form in den Wiener Mehlspeisen-Kanon aufgenommen. Franz Zelena, einer der K&#246;che von Erzherzog Johann von &#214;sterreich (1772-1859), machte diesen Schmarren dann sogar in Adelskreisen salonf&#228;hig. Vielleicht war es aber auch seine steirische Ehefrau Anna Plochl, die Tochter eines einfachen Postmeisters. </span></span></p>
<h3>Rezept: Apfel-Schmarren mit Waln&#252;ssen</h3>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Zutaten f&#252;r 4 Personen:</strong> 2 s&#228;uerliche &#196;pfel, 50 g Walnusskerne, 160 g Mehl, 4 Eier, 7 EL Butter, 1 P&#228;ckchen Vanillezucker, 4 EL Zucker, 250 ml Milch, 6 EL Puderzucker. <strong>Zubereitung:</strong> Die &#196;pfel sch&#228;len, vierteln und in Spalten schneiden, die Waln&#252;sse grob hacken. Einen EL Butter in der Pfanne hei&#223; werden lassen, die Apfelspalten darin and&#252;nsten, herausnehmen und warm stellen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Eier trennen. Das Mehl in eine Sch&#252;ssel sieben, die Eidotter, den Vanillezucker, 2 EL Zucker, eine Prise Salz und die Milch dazugeben und gr&#252;ndlich verr&#252;hren. Das Eiwei&#223; mit dem Zucker steif schlagen, ein Drittel davon unter den Teig r&#252;hren, den &#252;brigen Eischnee vorsichtig unterheben. Butter in einer gro&#223;en Pfanne erhitzen, den Teig hineingeben und glatt streichen. Bei mittlerer Hitze goldgelb anbacken, dann mit einem Pfannenwender vierteln, in der Pfanne wenden und die andere Seite backen. Dann alles mit einem Pfannenwender oder (bei unbeschichteten Pfannen) zwei Gabeln in St&#252;cke rei&#223;en, in eine ofenfeste Form geben und in den hei&#223;en Backofen stellen (wie lange – steht nicht im Rezept …) Danach 3 EL Puderzucker in der Pfanne zu hellbraunem Karamell schmelzen, die Waln&#252;sse und den Schmarren dazu geben und knusprig anbr&#228;unen (jedenfalls sieht das Rezept es so vor. Ich mag keinen &#8220;knusprigen&#8221; Schmarren, deshalb habe ich ihn direkt aus dem Backofen auf den Teller gegeben.) Zum Schluss die H&#228;lfte der Apfelspalten zugeben. Sofort hei&#223; servieren.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Nach Margit Proebst: Kaiser &amp; Schmarrn. 100 &#246;sterreichische Klassiker von Backhendl bis Marillenkn&#246;del, M&#252;nchen 2010 </strong></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gar lustig ist die Fasenacht, wenn meine Mutter K&#252;chle backt</title>
		<link>http://petrafoede.de/blog/2012/02/21/gar-lustig-ist-die-fasenacht-wenn-meine-mutter-kuechle-backt/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 09:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fastnacht]]></category>
		<category><![CDATA[Gebäck]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[Schmalz]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich war dieser Beitrag schon f&#252;r die vorige Woche geplant, f&#252;r den „schmutzigen Donnerstag“, aber das hat ein heimt&#252;ckischer Grippevirus verhindert. Zum Gl&#252;ck ist es noch nicht zu sp&#228;t, bis Aschermittwoch hat Schmalzgeb&#228;ck noch Hochkonjunktur und urspr&#252;nglich wurde es auch &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/02/21/gar-lustig-ist-die-fasenacht-wenn-meine-mutter-kuechle-backt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Eigentlich war dieser Beitrag schon f&#252;r die vorige Woche geplant, f&#252;r den „schmutzigen Donnerstag“, aber das hat ein heimt&#252;ckischer Grippevirus verhindert. Zum Gl&#252;ck ist es  noch nicht zu sp&#228;t, bis Aschermittwoch hat Schmalzgeb&#228;ck noch Hochkonjunktur und urspr&#252;nglich wurde es auch nur am heutigen Dienstag gebacken, also unmittelbar vor Beginn der Fastenzeit. Deshalb hei&#223;t er in England noch heute <em>pancake tuesday</em> und in Frankreich <em>mardi gras</em> („fetter Dienstag“). Aber das Volk konnte den Hals nicht voll kriegen, wie man so sch&#246;n sagt, und so dehnte man die Schmalzb&#228;ckerei auf eine volle Woche aus. Die Vorr&#228;te an Eiern und Butterschmalz mussten auf jeden Fall bis Aschermittwoch verbraucht werden, denn bis Ostern waren sie tabu und so lange lie&#223;en sie sich nicht frisch halten. Krapfen, K&#252;chle und anderes Fettgeb&#228;ck gab es aber auch schon zu Silvester, weil es als gutes Omen galt, an diesem Tag fett zu essen – dann w&#252;rde man im kommenden Jahr immer satt werden.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3737" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMi9LbmllayYjMjUyO2NobGUtZm90by1Nb3Jvcy5qcGc="><img class="size-full wp-image-3737  " title="Kniek&#252;chle foto Moros" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Kniek&#252;chle-foto-Moros.jpg" alt="" width="432" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Kniek&#252;chle. Foto: Moros (Creative Commons)</p></div>
<p>Vor allem in den s&#252;ddeutschen Regionen haben sich seit dem sp&#228;ten Mittelalter diverse Schmalzgeb&#228;cke entwickelt. Da gibt es zum Beispiel die <strong>Ausgezogenen</strong>, auch <strong>Kniek&#252;chle</strong> genannt, bei denen der Teig tats&#228;chlich &#252;ber dem (nackten) Knie so lange gezogen wird, bis er in der Mitte ganz d&#252;nn ist. Unklar ist, ob die Hausfrauen diese Technik fr&#252;her f&#252;r besonders raffiniert hielten, also damit Eindruck schinden wollten, oder ob sie etwas mit schw&#228;bischer Sparsamkeit zu tun hat: Hauchd&#252;nner Teig kann unm&#246;glich gef&#252;llt werden! Sehr originell sind auch die <strong>Hasen&#246;hrle</strong>, die man in Schwaben, Franken und in der Schweiz kennt. Schon die <em>K&#252;chenmeisterei</em> von 1485, das erste gedruckte deutsche Kochbuch, enth&#228;lt ein Rezept f&#252;r „ha&#223;enor“. Das waren l&#228;ngliche Teiglappen, die in Schmalz gebacken und zu Hasenragout gegessen wurden. Ihre Form hat wohl symbolische Bedeutung, der Hase ist ein Fruchtbarkeitssymbol. Ein Rezept f&#252;r Hasen&#246;hrl gibt es bei <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jYWZlc2Nob2VubGViZW4uZGUvc2Nob2VuZXNsZWJlbi8/cD0yNDM=">Martin Sch&#246;nleben</a>.</p>
<div id="attachment_3740" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMi9TdHJhdWJlbi1mb3RvLUhhbmVidXJnZXIuanBn"><img class="size-full wp-image-3740  " title="Strauben foto Haneburger" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Strauben-foto-Haneburger.jpg" alt="" width="384" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Strauben. Foto: Haneburger (Creative Commons)</p></div>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Interessant sind auch die <strong>Strauben</strong>, schw&#228;bisch Striwwele oder Str&#252;bli; der Name kommt aus dem Alemannischen und bedeutet „Schraube“. Der fl&#252;ssige Teig wird durch einen speziellen Trichter oder ein Sieb in Spiralen in das hei&#223;e Schmalz gegossen, so dass ein Teigband entsteht. Sie wurden schon im Mittelalter in Kl&#246;stern als Festtagsgeb&#228;ck hergestellt. Auch Marx Rumpolt, im 16. Jahrhundert Leibkoch des Kurf&#252;rsten in Mainz, kannte ein Rezept f&#252;r „ein gut Strauben Gebackenes“. Als „Trichterkuchen“ gelangte das Geb&#228;ck auch nach Norddeutschland.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;">Das bekannteste Fastnachtsgeb&#228;ck sind aber die <strong>Krapfen</strong> und die <strong>Berliner Pfannkuchen</strong>.  In Wien gab es schon im 15. Jahrhundert Krapfenb&#228;ckerinnen, aber ihre Schmalzgeb&#228;cke waren noch nicht s&#252;&#223; und nicht gef&#252;llt. Die heutigen Faschingskrapfen entstanden im 18. Jahrhundert in der gehobenen K&#252;che und wurden alsbald sogar hoff&#228;hig. Die Faschingskrapfen gab es in Wien immer nur wenige Wochen, weshalb man sie in m&#246;glichst gro&#223;en Mengen vertilgte. Nach einer Wiener Anekdote hat die B&#228;ckerin C&#228;cilie Krapf die Krapfen anno 1615 erfunden, weshalb sie auch „Cillykugeln“ genannt wurden. Diese Geschichte kursiert schon seit &#252;ber hundert Jahren und wird immer noch gerne erz&#228;hlt. Auch die Berliner haben ihre Legende zur Erfindung der Pfannkuchen: Ein B&#228;cker, dem es nicht gegl&#252;ckt war, in die Armee aufgenommen zu werden, buk zur Zeit des Siebenj&#228;hrigen Krieges 1756 aus Teig kleine Kanonenkugeln in Schmalz aus, um wenigstens auf diese Weise seinen Patriotismus zu demonstrieren. Die wahren Anf&#228;nge der Pfannkuchen liegen dagegen im Dunkeln, erst im 19. Jahrhundert sind sie in jeder Berliner B&#228;ckerei zu haben.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<div id="attachment_3743" class="wp-caption aligncenter" style="width: 380px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMi9QSUNUMzc4MC5qcGc="><img class="size-full wp-image-3743 " title="PICT3780" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/PICT3780.jpg" alt="" width="370" height="290" /></a><p class="wp-caption-text">Berliner Pfannkuchenb&#228;cker um 1900</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hasselback-Kartoffeln</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 09:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Foede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Kartoffeln]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedische Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Stockholm]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum ersten Mal gesehen habe ich diese F&#228;cherkartoffeln vor einiger Zeit in einem Kochbuch von Nigella Lawson, wenn ich mich recht erinnere. Ich fand die Idee sehr originell, aber da sie bei ihr nicht Hasselback-Kartoffeln hei&#223;en und sie nichts zur &#8230; <a href="http://petrafoede.de/blog/2012/02/08/hasselback-kartoffeln/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum ersten Mal gesehen habe ich diese F&#228;cherkartoffeln vor einiger Zeit in einem Kochbuch von Nigella Lawson, wenn ich mich recht erinnere. Ich fand die Idee sehr originell, aber da sie bei ihr nicht Hasselback-Kartoffeln hei&#223;en und sie nichts zur Herkunft schreibt, hielt ich die Zubereitung f&#252;r etwas Neues. In letzter Zeit tauchten die Kartoffeln immer h&#228;ufiger in deutschsprachigen Food-Blogs auf, meine Neugier war geweckt und siehe da, sie haben sogar eine Geschichte: Die F&#228;cherkartoffeln sind eine Erfindung des Restaurants Hasselbacken in Stockholm, das schon im 19. Jahrhundert international einen ausgezeichneten Ruf genoss.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMi9QSUNUMzc3NS5qcGc="><img class="aligncenter size-full wp-image-3730" title="PICT3775" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/PICT3775.jpg" alt="" width="487" height="267" /></a></p>
<p>Hasselbacken hei&#223;t so viel wie „Haselnussh&#252;gel“. Das Restaurant liegt sehr idyllisch vor  Stockholm auf der Insel Djurgarten und war fr&#252;her nur von Mai bis September ge&#246;ffnet. Leider pr&#228;sentiert das Restaurant seine Geschichte im Internet nur auf Schwedisch, aber immerhin entnehme ich <a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50b2Jha3NvY2h0YW5kc3RpY2tzbXVzZXVtLnNlL2VuL0Fib3V0LXRoZS1tdXNldW0vVGhlLUd1YmJoeWxsYW4tSW5uLw==">dieser Seite</a>, dass Hasselbacken im Jahr 1852 von dem gelernten Konditor Jacob Wilhelm Davidson zun&#228;chst als klassisches Café er&#246;ffnet wurde, dessen Spezialit&#228;t aber ein Arrak-Punsch war. Einige Jahrzehnte sp&#228;ter war es bereits ein Restaurant mit umfangreicher Speisekarte.</p>
<div id="attachment_3720" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMi9IYXNzZWxiYWNrZW4tMTkwOS5qcGc="><img class="size-full wp-image-3720  " title="Hasselbacken 1909" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Hasselbacken-1909.jpg" alt="" width="378" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Das Restaurant Hasselbacken ca. 1910</p></div>
<p>Auf einigen Seiten im Internet ist zu lesen, dass die Hasselback-Kartoffeln im 18. Jahrhundert erfunden wurden, aber das ist nat&#252;rlich Quatsch. Zum einen gab es das entsprechende Restaurant damals noch nicht – vor 1766 gab es nicht mal in Paris ein Restaurant – und zum anderen hatten im 18. Jahrhundert noch nicht allzuviele Schweden &#252;berhaupt Bekanntschaft mit Kartoffeln gemacht. Das B&#252;rgertum fand die Knollen lange Zeit (wie bei uns) „unfein“. Noch Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die K&#252;che des Hasselbacken stark franz&#246;sisch gepr&#228;gt; der <em>Gourmet&#8217;s Guide to Europe</em> druckt 1908 ein typisches Hasselbacken-Men&#252; dieser Zeit: Purée à la Reine – Saumon fumé aux Epinards (R&#228;ucherlachs mit Spinat) – Selle de Mouton aux Legumes  (Hammel mit H&#252;lsenfr&#252;chten) – Gelinottes rôties (Gebratene Moorh&#252;hner) – Salade – Soufflée au citron (Zitronensoufflé).</p>
<div id="attachment_3723" class="wp-caption aligncenter" style="width: 403px"><a href="http://petrafoede.de/blog/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3BldHJhZm9lZGUuZGUvYmxvZy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMi8wMi9IYXNzZWxiYWNrZW4tQmVzdWNoZXIuanBn"><img class="size-full wp-image-3723   " title="Hasselbacken Besucher" src="http://petrafoede.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Hasselbacken-Besucher.jpg" alt="" width="393" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Musiker und Besucher vor dem Hasselbacken</p></div>
<p>Und was ist jetzt mit den ber&#252;hmten Kartoffeln? Ich habe sie nicht vor 1948 in einem gedruckten Buch gefunden. Eine Erfindung der 1930er Jahre vermutlich, als die „fetten Jahre“ auch in Schweden erst einmal vorbei waren.</p>
<h3>Rezept</h3>
<p>Traditionell werden Hasselback-Kartoffeln nur mit Butter bepinselt und mit Semmelbr&#246;seln, Salz und Pfeffer bestreut und so gebacken. In diesem Rezept wird der Geschmack durch Oliven&#246;l, Knoblauch, Zitrone und Petersilie etwas ver&#228;ndert.<br />
<strong>Zutaten:</strong> 6 mittelgro&#223;e Kartoffeln, 6 Knoblauchzehen, Oliven&#246;l, Semmelbr&#246;sel, 1 Bio-Zitrone, 3 Stengel glatte Petersilie, Butter, Meersalz, Pfeffer. <strong>Zubereitung:</strong> Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kartoffeln absp&#252;len und abb&#252;rsten, anschlie&#223;end mit Schale zwischen zwei Kochl&#246;ffelstiele legen und mit einem gro&#223;en Messer quer so einschneiden, dass sie nicht komplett durchgeschnitten werden (die Kochl&#246;ffel dienen dabei als Hilfe). Am besten schon vorher in einer kleinen Sch&#252;ssel 6 EL Oliven&#246;l mit 3 EL Zitronensaft verr&#252;hren, die Petersilie klein hacken und dazugeben, mit Salz und Pfeffer w&#252;rzen. Die Knoblauchzehen in d&#252;nne Scheiben schneiden und in die F&#228;cher der Kartoffeln stecken, die &#214;lmischung mit der Petersilie oben auf die Kartoffeln und in die &#214;ffnungen geben. Die Kartoffeln noch mit Meersalz bestreuen und in einer Auflaufform etwa 30 Minuten im Ofen garen lassen. Dann kurz herausnehmen, mit Knoblauchbutter oder Butter bestreichen, mit Semmelbr&#246;seln bestreuen und weitere 10 bis 15 Minuten backen lassen, bis sie weich sind.</p>
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