Neue Bücher von Food-Bloggern

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Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der merkt sicher, dass ich gedanklich momentan mit anderen Dingen beschäftigt bin. Trotzdem bekomme ich natürlich noch das ein oder andere aus der Welt der Food-Blogs mit und möchte es deshalb nicht versäumen, hier drei neue Bücher vorzustellen, deren Autoren bzw. Autorinnen allesamt einen eigenen Blog haben. In einem Fall ist das Buch sogar direkt aus dem Blog entstanden.

Stevan Paul von Nutriculinary hat nach dem Erfolg von Monsieur, der Hummer und ich ein zweites Buch mit kulinarischen Kurzgeschichten veröffentlicht, das ebenfalls bei mairisch erschienen ist: Schlaraffenland. Ein Buch über die tröstliche Wirkung von warmem Milchreis, die Kunst, ein Linsengericht zu kochen, und die Unwägbarkeiten der Liebe. Der Verlag schreibt: “Oberkellner Adam liebt seinen Beruf, nur die Gäste stören ihn immer ein bisschen. Ein Restaurantkritiker folgt seinem Bauchgefühl und begeht einen kleinen Fehler von großer Wirkung. Ein Foodblogger lässt mal fünfe gerade sein und kauft normales Hackfleisch. Und Kantinenköchin Herta Klöpke will sich nicht wegrationalisieren lassen. Eines Nachts kocht sie am alten Arbeitsplatz noch mal ganz groß auf … Mit hintergründigem Sprachwitz und klugem Humor erzählt Stevan Paul in 15 neuen Kochgeschichten pointiert von der Suche nach dem modernen Schlaraffenland. Dieser ganz und gar nicht märchenhafte Sehnsuchtsort liegt gleich hinter den Umkleidekabinen eines alten Ostberliner Kaufhauses, findet sich in den verschneiten Wäldern Schwedens, am Strand von Sylt, in den Tiefen des Internets, der Küche eines längst geschlossenen Berghotels und auf dem Boden eines geleerten Suppentellers. Und natürlich gibt es zu jeder Geschichte das passende Rezept. Stevan Paul glänzt nach dem großen Erfolg seines Debüts Monsieur, der Hummer und ich erneut auf unverwechselbare Weise.”

Ausführliche Buchbesprechungen sind in mehreren Blogs erschienen, zum Beispiel bei esskultur, Kulinarische Momentaufnahmen und bei Fixpoetry. Außerdem liest Stevan das erste Kapitel seines Buches im Web bei erlesen.tv – ein Autor, der nicht nur schreiben, sondern auch (vor)lesen kann, sehr angenehm.

Stevan Paul: Schlaraffenland. Ein Buch über die tröstliche Wirkung von warmem Milchreis, die Kunst, ein Linsengericht zu kochen, und die Unwägbarkeiten der Liebe, mairisch Verlag, September 2012; 192 Seiten (18,90 €)

Etwas Neues gibt es auch von Frau Esskultur, Katharina Seiser. Ihr Kochbuch Österreich vegetarisch erscheint gerade in diesen Tagen im Verlag Brandstätter. Co-Autor ist Meinrad Neunkirchner. Der Verlag schreibt über das Buch: “Wir finden, dass die Zeit reif ist für ein Kompendium der vegetarischen Küche Österreichs. Denn: Wer will schon ständig indische Curries oder italienische Pasta essen? Die österreichischen Küchen bergen einen reichen Schatz an fleisch- und fischlosen Rezepten. Ob Knödel oder Strudel, Gemüsegerichte, Tascherl, Nockerl, Hülsenfrüchte, Erdäpfel, Schwammerl, Polenta, Fleckerl, Salate, Suppen, Kompotte oder Mehlspeisen: Es ist erstaunlich, wie viele bewährte Rezepte das Team Meinrad Neunkirchner und Katharina Seiser, das bereits für sein erstes Kochbuch über Wildpflanzen mit dem Gourmand World Cookbook Award ausgezeichnet wurde, in diesem Buch versammelt und aufgefrischt hat.
Die nach Saisonen unterteilten Rezepte brauchen keine exotischen Zutaten, sind einfach zuzubereiten, verlieren nie den Bezug zu Österreich und überraschen doch mit raffinierten Details des Meisterkochs. Aus welchen Motiven auch immer weniger Fleisch gegessen wird – das ist das richtige Kochbuch für alle Tage!”

Das Buch ist so druckfrisch, dass es noch keine Rezensionen gibt.

Katharina Seiser/Meinrad Neunkirchner: Österreich vegetarisch, Brandstätter Verlag, September 2012; 272 Seiten, ca. 150 Abbildungen (34,90 €)

Last but not least das Buch von Astrid Paul alias Arthurs Tochter (übrigens nicht verwandt mit Stevan Paul), das so heißt wie ihr Blog, nämlich Arthurs Tochter kocht, und bei Rolf Heyne erschienen ist. Der Verlag schreibt über sie und ihren Erstling: “Astrid Paul, 44, Allroundgenießerin, Organisationstalent und leidenschaftliche Köchin, eröffnete mit 23 Jahren ein Café, pachtete anschließend ein Hotel, leitete ein Weingut und organisierte Veranstaltungen. Nach einer Tätigkeit als Managerin in einem großen Lebensmittelkonzern hat sie sich 2011 mit dem Unternehmen »Arthurs Tochter Kocht – einfach kulinarisch« erneut selbstständig gemacht. Seit 2009 schreibt sie als »Arthurs Tochter« einen der bekanntesten und erfolgreichsten Foodblogs in Deutschland ; sie arbeitet mit Sterneköchinnen und -köchen zusammen, einige ihrer inzwischen über 200 Rezepte sind bereits in Buchform erschienen. Wie dieser Blog ihr Leben bis in die Grundfesten nicht erschüttert aber verändert hat, welche Sichtweisen sich ihr erschlossen haben, welch wunderbare und spannende Begegnungen mit anderen Menschen sie hatte, wie Virtualität in das echte Leben Einzug gehalten hat, wie »Arthurs Tochter Kocht« im Handstreich neue Maßstäbe für Foodblogger gesetzt hat – von all diesen Dingen und natürlich von sinnlichen Genüssen im Web 2.0 erzählt dieses Buch.”

Besprochen wurde dass Buch zum Beispiel im Blog Nutriculinary, beim Gourmetbüdchen und im Herrenzimmer.

Astrid Paul: Arthurs Tochter kocht. Mein B_Logbuch, Collection Rolf Heyne, März 2012; 272 Seiten (17,90 €)

About Petra Foede

Ich bin Kulturhistorikerin und freie Journalistin. In diesem Blog schreibe ich über die Geschichte von Gerichten, über berühmte Cafés und Restaurants sowie über dies & das aus der kulinarischen Vergangenheit.
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