Es ist ja nicht meine Art, mich kurz zu fassen, jedenfalls nicht hier im Blog. Aber diesmal wird es sehr kurz. Warum? Mir fehlt in dieser Jahreszeit das Licht – nicht zum Schreiben, aber zum Fotografieren. Und weil ich eigentlich immer nur bei Tageslicht funktioniere, habe ich jetzt ein Problem: Es ist einfach zu dunkel, selbst vormittags. Kein Sonnenstrahl dringt durch die Wolkendecke. Und mit Blitz zu fotografieren hat keinen Sinn bei Food-Fotos. Vielleicht auf dem Balkon …? Aber abgesehen davon, dass es ein Nordbalkon ist, nieselt es da im Moment so unangenehm. Abends ginge es bei künstlicher Beleuchtung – wenn ich dafür das richtige Licht hätte. Eine neue Lampe muss her.
Bis dahin also keine eigenen Fotos. Dafür ein bürgerliches Weihnachtsmenü aus dem Neuen allgemeinen schlesischen Kochbuch aus dem Jahr 1835, das typisch war für die wohlhabenden Familien im östlichen Deutschland:
- Rogensuppe (Rogen, nicht Roggen)
- Karpfen polnisch mit Sauerkraut
- Karpfen blau mit italienischem Salat
- Mohnklöße
- Hasenbraten mit Pflaumen
- Stollen, Pfefferkuchen, Äpfel, Nüsse, Knackmandeln
Karpfen, Wild und Mohnklöße gab es dann auch am Silvesterabend:
- Hagebuttensuppe
- Spinat und Schinken
- Karpfen in Rotwein
- Mohnklöße
- Rehbraten mit gedämpften Äpfeln
- Torte
- Äpfel, Nüsse, Apfelsinen
Mohn an Heiligabend und zu Silvester sollte Glück bringen, die ins Portemonnaie gesteckten Schuppen des Karpfens Geld.










Ich liebe Mohnklöße – ohne die geht bei mir Weihnachten gar nichts