Aphrodisische Kochkunst: Rezepte
Posted by Petra Foede on 12 Jul 2009 | Tagged as: Bücher, Rezepte
Vor kurzem habe ich hier das Buch Aphrodite. Eine Feier der Sinne von Isabel Allende vorgestellt. Es enthält neben Erzählungen und autobiografischen Erinnerungen an gelungene und weniger gelungene Dates auch Rezepte, die nach Angaben der Autorin alle in der Praxis erprobt wurden. Sie gibt allerdings zu, dass ihre erotischen Menüs vor allem dann Wirkung zeigten, wenn die Gäste vorher eingeweiht waren. In der Medizin würde man vermutlich von Placebo-Effekt sprechen. Lust entsteht eben doch im Kopf und nicht im Magen. Was aber natürlich überhaupt nicht gegen ein romantisches Dinner zu zweit spricht.
Ich habe drei Rezepte aus dem Buch ausgesucht, die ich ganz ansprechend finde – ihr mögliches aphrodisisches Potenzial habe ich allerdings nicht getestet. Die Mengenangaben sind jeweils für zwei Personen berechnet.
Odaliskensalat
Zutaten: 1 große weiße Zwiebel, 2 EL Estragonessig, 2 Orangen, 4 EL frischer Orangensaft, Honig, 1 TL Grand Marnier, 2 EL Olivenöl, 4 schwarze Oliven, 4 Blätter frische Minze, Salz, Pfeffer, Tabasco. Zubereitung: In einer Tasse kochend heißes Wasser mit Essig, Salz, Pfeffer und Tabasco verrühren und die in Scheiben geschnittene Zwiebel 10 Minuten darin ziehen lassen. Dann erhitzen und drei Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Feuer nehmen und die Zwiebelscheiben abtrocknen. Die Orangen schälen, in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit den Zwiebeln in die Salatschüssel geben, kalt stellen. Das Dressing wird zubereitet aus dem Orangensaft, dem Likör, etwas Hönig und Öl. Vor dem Anrichten über den Salat gießen und ihn mit Minze und Oliven garnieren.
Huhn Valentino
Zutaten: 1 Hähnchen- oder Poulardenbrust, 1 EL Mehl, 1 EL Butter, ½ Tasse Sahne, ½ Tasse heiße Brühe, ¼ Tasse geröstete Erdnüsse, 1 Eigelb, Worcestersauce, 1 TL Paprikapüree, 4 EL Schokoladenlikör, Tabasco. Zubereitung: In einem Topf Mehl in Butter anschwitzen, das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Sobald das Mehl anbräunt unter Rühren die Brühe zugießen, dann die geviertelte Brust zugeben. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, ab und zu das Fleisch wenden. Den Topf vom Feuer nehmen. Dann das Eigelb mit der Sahne verquirlen und mit dem Paprikapüree, dem Likör, ½ TL Worcestersauce und einem Schuss Tabasco in den Topf geben. Alles bei sehr schwacher Hitze 10 Minuten unter Umrühren durchziehen lassen; es darf nicht mehr kochen. Laut Isabel Allende schmeckt das Gericht aufgewärmt noch besser.
Beschwipste Charlotte
Im Buch heißt das Rezept „Charlotte der Liebenden“, aber ich habe es umgetauft. Bei einer klassischen Charlotte wird die Form mit Biskuit ausgelegt.
Zutaten: 4 zerkrümelte Löffelbiskuits, 2 Eier, 75 g Zartbitterschokolade, 2 EL gemahlene Walnüsse, 2 EL Zucker, 2 EL Butter, ½ Tasse Espresso oder starker Kaffee, 1 EL Cognac. Zubereitung: Die Schokolade im Wasserbad mit 2 EL Wasser schmelzen, dann Zucker und Butter zugeben. Die Eidotter nacheinander hineingeben und die Masse anschließend fünf Minuten bei geringer Hitze schaumig schlagen. Das Eiweiß steif schlagen und mit den Nüssen unter die abgekühlte Schokolade heben. Kaffee, Cognac und die Biskuits vorsichtig unterrühren. Die Charlotte in zwei Dessertschalen füllen und eventuell mit Sahne garnieren.
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